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Prof. Dr. Janos Riesz
 
français                                           

„Afroromanistik“ an der Universität Bayreuth

 

[Die nachfolgende Darstellung erschien erstmals in dem von Flora Veit-Wild herausgegebenen Band: Nicht nur Mythen und Märchen – Afrika-Literaturwissenschaft als Herausforderung, Wissenschaftlicher Verlag Trier, 2003, 145-159. – Die bibliographischen Angaben am Ende sind erweitert und auf den neuesten Stand gebracht.]

 

Eine schwierige Geburt

Am 23. Dezember 1971 beschloß der Landtag des Freistaates Bayern das Gesetz über die Errichtung einer Universität in Bayreuth; das Gesetz wurde als „dringlich“ eingestuft und trat bereits eine Woche später, am 1. Januar 1972 in Kraft. Zum Wintersemester 1975/76 nahm die Universität ihren Lehrbetrieb mit rd. 500 Studenten auf. Dem Senat der Universität Bayreuth lag in seiner 2. Sitzung am 3. 12. 1975 als Tischvorlage eine 5-seitige „Empfehlung des Strukturbeirates zur Schaffung eines Schwerpunktes «Afrikanologie» in den geisteswissenschaftlichen Fachbereichen der Universität Bayreuth“ vor. Darin heißt es u.a.:

 

Angesichts der Komplexität der Probleme der „Dritten Welt“  können  Forschung und Lehre nicht in einem  Institut herkömmlicher Art für afrikanische Sprachen und Kulturen durchgeführt werden. Vielmehr ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit anzustreben, an der beteiligt sein sollen: die Sprach- und Literaturwissenschaften (zur Erforschung und Erlernung wichtiger, in der Praxis benötigter afrikanischer Sprachen, wie Hausa, Amharisch, Suaheli), die Kulturwissenschaften (zur Erforschung und Vermittlung der Erkenntnisse im Bereich der Geschichts- und Kulturwissenschaften), die Naturwissenschaften (insbesondere im Bereich der Ökosystemforschung),  die Geowissenschaften natur- und kulturwissenschaftlicher Ausrichtung sowie die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften (einschließlich Sozialwissenschaften).

 

Was hier bereits auffällt, ist die Tatsache – trotz der Abgrenzung von Forschung und Lehre „herkömmlicher Art“ – dass die geforderten „Sprach- und Literaturwissenschaften“ in dem beigefügten Klammersatz sogleich wieder auf die Erforschung und Erlernung afrikanischer Sprachen eingegrenzt werden. Im scheinbaren Widerspruch dazu werden dann unter den Lehrstühlen für die „Kernfächer einer zentralen wissenschaftlichen Einrichtung für Afrikanologie“ gefordert: „je ein Lehrstuhl für Romanistik und Anglistik mit Forschungsschwerpunkt Literatur Afrikas, da ja in weiten Teilen Afrikas Französisch und Englisch Verkehrssprachen sind und afrikanische Literatur hervorgebracht haben“.

 

Um weitere Informationen, über den Werdegang der "Afroromanistik" an der Universität Bayreuth, zu erfahren betätigen Sie bitte den obigen Link.Hier finden Sie die den ausführlichen Text im PDF-Vormat.


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Fachgruppe Romanistik